Rezensionen zu "Operation Bird Dog" - in Auszügen

"Noller liest", WDR-Hörfunk. 03.04.2018

 Lesenswert ist Jan-Christoph Nüses Debütroman „Operation Bird Dog“ , der im Kern in´s Jahr 1948 führt, zugleich aber auch um die Zeit davor wie auch die danach kreist. 1948, das war das Jahr, in dem die Währungsreform stattfand, die D-Mark eingeführt wurde – wodurch die Verantwortlichen nicht bloß den Schwarzmarktwahnsinn der unmittelbaren Nachkriegszeit beendeten, sondern auch die Grundlage des anschließenden Wirtschaftswunders legten. Jan-Christoph Nüse erzählt einerseits von den Hintergründen dieser Entscheidung und von der Geheimdienstaktion zum Transport des neuen Geldes, da hat die Geschichte Züge eines Politthrillers. Andererseits geht’s um einen Jungen, der nur knapp den gemeinschaftlichen Selbstmord der Eltern überlebt hat – und der ein paar Jahre später, erwachsen geworden, versucht herauszufinden, was den Vater, einen Bankier, dazu getrieben haben könnte. Schnell muss er feststellen, dass es so einige Kreise gibt, die alles tun würden, um die Antworten auf seine Fragen unter dem Tisch zu halten; insbesondere natürlich, und da gibt es Koinzidenzen mit dem Roman von Wolfgang Schorlau, Kräfte des untergegangenen Reichs, die nicht davon ausgehen, dass ihre Zeit schon ganz und gar vorbei sein könnte… – „Operation Bird Dog“ ist fein konstruiert, klar erzählt, gut recherchiert; ein besonderes Stück bundesdeutscher Zeitgeschichte, lebendig und anschaulich angerichtet.

 

 

die taz, 02.06.2018. 

. Ein lesenswerter Krimi – mit dem Nebeneffekt, einiges über eine der spannendsten Aktionen im frühen Nachkriegsdeutschland zu erfahren.

 

 

der Freitag, die Wochenzeitung. 13.04.2018

Der Fernsehjournalist Jan-Christoph Nüse widmet sich in seinem Romandebüt einer Phase der deutschen Nachkriegsgeschichte, die sich als Stoff für einen historischen Krimi geradezu anbietet. Dass Währungsumstellungen dazu einladen, mit illegalen Geschäften das eigene Vermögen zu mehren, ließ sich zuletzt bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten beobachten. Das ist ein guter Plot, jedoch ist dieser Teil der Romanhandlung Fiktion. Historischer Fakt sind die abenteuerlichen Umstände, unter denen die von den Amerikanern gedruckten Banknoten zur Verteilung kamen. Auch einige der Figuren haben reale Vorbilder. So war Victor Wrede tatsächlich Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Bank deutscher Länder und hat, gemeinsam mit seiner Frau, Selbstmord begangen, allerdings nicht am Weihnachtsabend 1948, sondern zwei Jahre später. Die Vordatierung ist der inneren Logik der Handlung geschuldet. Operation Bird Dog ist ein wenig fahrig erzählt, taugt aber durchaus als „Histotainment“ und erklärt wohl auch die Klappentext-Begeisterung Guido Knopps, der dieses Genre miterfunden hat, ganz nach der Devise: „Nichts ist so spannend wie die Wirklichkeit.“

 

Klassikradio.de

Zum 70. Jubiläum der westdeutschen Währungsreform nimmt Jan-Christoph Nüse genau diese Ereignisse als Basis für seinen zeitgeschichtlichen Kriminalroman "Operation Bird Dog". Die spannende Handlung verteilt er auf zwei Zeitebenen und lässt fiktive und reale Persönlichkeiten miteinander agieren. Den damaligen Umständen widmet er sich mit viel Detailtreue und Recherche.  "Operation Bird Dog" vereint auf zwei Zeitebenen Wahres und Fiktion zur Perfektion.

 

 

Blogs

mundolibris-buchblog.de

Viele Leser kennen die Geschichten um die Währungsreform von den Erzählungen der Großeltern oder Tanten und Onkels. Jedoch ist das Buch so geschrieben dass es mit dem einen oder anderen Mythos aufräumt, ohne jedoch Oberlehrerhaft zu wirken.
Ich spürte die Ängste der Menschen, aber auch die Aufbruchsstimmung der fünfziger Jahre. Es kam mir teilweise so vor als hätte der Autor dies prägende Zeit selbst miterlebt. Das Buch hat mich aufs allerbeste unterhalten und ich kann es ohne Bedenken weiterempfehlen. Insgesamt komme ich auf die Höchstpunktzahl von 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung

 

 

buchaviso.de

Mit dem Kriminalroman “Operation Bird Dog” ist der Buchmarkt um ein Werk reicher, das dank der umfangreichen Recherchen von Jan-Christoph Nüse in genialer Weise fiktive sowie historische Personen und Ereignisse verbindet. 

 

leselustich.com

Operation Bird Dog von Jan-Christoph Nüse verbindet geschickt reale Vergangenheit und Fantasie. Damit lud er mich ein, mich eingehender mit diesem Teil deutscher Geschichte zu befassen. So wirklich detailliert habe ich mich mit der Währungsreform nie auseinander gesetzt.Allerdings kannte ich noch einiges aus den Erzählungen meiner Großeltern und war deshalb von den unsauberen Verwicklungen im Hintergrund nur teilweise überrascht. Die Skrupellosigkeit mit der sich verdeckt lebende Nazis bereichert und unbehelligt neuen Wohlstand “erarbeitet” haben, hat mich dennoch überrascht. Auch die Art und Weise, wie an der Meinung der Bevölkerung vorbei agiert wurde, ist heute nur noch schwer nachvollziehbar.Deshalb danke ich Jan-Christoph Nüse für diesen Krimi, der nicht nur für Carl Wrede, die Hauptperson des Buches, Licht in das Dunkel eines spannenden Teils unserer Vergangenheit bringt. Operation Bird Dog lohnt sich wirklich.

litblogkoeb.de                                                                                                                                                                                                                Besonders gut finde ich, dass Nüse unterschwellig mehrere Themen in seinem Buch mit verarbeitet, wie zum Beispiel die vom Krieg traumatisierten jungen Menschen und die Machenschaften derer, die ihr Nazitum auch noch Jahre nach dem Krieg weder bereuten noch ablegten. Sicher auch ein Buch, welches sich für ältere Jugendliche eignet. Ich könnte mir sehr gut eine Verfilmung des Buches zum Jubiläum der Währungsreform vorstellen. Vielleicht zum 75. dann.

 

Sarahs-buecherregal.blogspot.com

Jan-Christoph Nüse schafft es in seinem gleichnamigen Krimi sehr gut, die historischen Gegebenheiten und Verwicklungen für den Leser verständlich und logisch nachvollziehbar zu machen. Die historischen Persönlichkeiten sind gut beschrieben und bringen einen sehr runden Überblick über die Situation im Nachkriegsdeutschland. historischen Roman finde ich „Operation Bird Dog“ gelungen, die Kriminalhandlung mit den fiktiven Figuren konnte mich letztendlich aber nicht richtig mitreißen, auch wenn Jan-Christoph Nüse einen gut lesbaren Stil hat und die historischen Fakten sehr interessant dargestellt sind.

rappelsnut.de

Das Ganze verwebt sich zu einem kurzweiligen und spannenden Lesegenuss. Die Geburtsstunde der D-Mark und die Reorganisation alter Nazistrukturen sind für mich hochinteressante Themen der Zeitgeschichte, die heute kaum mehr beleuchtet werden. Geringe dramaturgische Irritationen (etwa unrealistisch viele, glückliche Umstände bei Carls Recherche und wer steckt letztlich hinter Tennenbaums Unfall?) lassen sich ob der lobenswerten Kombination von historischen Fakten und fiktiver Handlung leicht verschmerzen.Die Lektüre sei somit ausdrücklich empfohlen.

 

fraugoetheliest.wordpress.com

Der Schreibstil des Journalisten ist flüssig zu lesen. Da die Handlung ebenfalls eine faszinierende Sogwirkung auf mich hatte, habe ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Das Thema Währungsreform wird genug erklärt, um sich eine Vorstellung von der damaligen Zeit zu machen, die ich lediglich aus den Erzählungen meiner Großeltern kenne. Es macht neugierig, sich intensiver mit den Konsequenzen für die Mehrheit der Deutschen zu befassen. Jede Figur steht federführend für einen dieser Vertragspartner, beziehungsweise für dessen Kontrahenten. Vorgänge, die sich aus den historischen Geschehnissen ableiten, werden in einer zweiten Zeitebene erzählt. Die Spannung baut sich stetig auf und stellt zwangsläufig die Frage, ob es tatsächlich Selbstmord war, oder ob doch Auftraggeber dahinter steckten. Stück für Stück erschließt sich ein vollständiges Bild von diesem Meilenstein in der Deutschen Geschichte. Der Krimi ist nicht nur für Geschichtsinteressierte ein Lesegenuss.

kultura-extra.de

Jan-Christoph Nüse ist mit Operation Bird Dog nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein interessantes Zeitdokument gelungen. Im Anhang trennt Jan-Christoph Nüse minutiös zwischen Fiktion und Realität und nennt die Quellen, auf die er sich bei seinen Recherchen stützt. Anders als die Zeit der Nazidiktatur findet die direkte Nachkriegszeit nur selten in Kriminalromane Eingang. Umso interessanter sind die Vorgänge, an denen sich dieser Kriminalroman entlang entwickelt. 

 

nichtohnebuch.blogspot.com

Realität und Fiktion sind perfekt miteinander verknüpft. Ich habe viele neue Informationen mitgenommen und mich dabei kriminell gut unterhalten. 
Wer intelligente Kriminalromane mag und sich gern in eine andere Zeitepoche entführen lässt, sollte hier zugreifen
 

     

Lesetipp der Buchhandlung "blaue Blume", Kaiserslautern

Der Journalist Jan-Christoph Nüse hat einen flotten Politthriller über eine riskante Wirtschaftsmaßnahme verfasst. Fundiert, spannend, erhellend.

 

Borromäusverein - Dienstleister mit Empfehlungen für Büchereien der katholischen Kirche

Nüse erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Beide Plots haben ihre eigenen Spannungsbögen und ihre eigenen historischen Hintergründe. Gewalt spielt in Nüses Krimi eine deutlich untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht der Ablauf des Betruges und die Nachforschungen zehn Jahre später. Ein Krimi, der sich Zeit nimmt für seine Charaktere, die nach und nach eine gewisse Tiefe erhalten.